Züge im Wandel - Die Zukunft der Schiene
#Anchor : Züge der Zukunft

Züge der Zukunft: Nachhaltig, sicher und digital auf Schiene

Wir alle befinden uns aktuell in einer Zeit der Transformation, nicht nur der Personen- und Güterverkehr. Dennoch sind gerade wir als Mobilitätsanbieter gegenwärtig besonders gefordert, wenn es darum geht, eine „neue Normalität" auf Schiene zu bringen. Die wichtigsten Themen hierfür: Sicheres Reisen, Klimaschutz und Digitalisierung.

Aus dem Wandel ergeben sich neben Herausforderungen aber auch viele neue Chancen und Innovationen, die wir schon seit längerem planen und nun auch umsetzen. Digitale Transformation und Klimaschutz waren schon vor COVID-19 ein wichtiger Punkt auf unserer Agenda für die Zukunft. Denn nur, wer in innovative Transportlösungen investiert und Technologien und Produkte im Bereich Green Mobility entwirft, kann die Zukunft der Mobilität umweltfreundlich, effizient und komfortabel gestalten. 

Nun sind diese Themen ganz nach oben gerückt und erhalten unsere volle Aufmerksamkeit. Zusätzlich ist das Thema Infektionsschutz hinzugekommen: die Gesundheit unserer Fahrgäste und Kund*innen aber auch die aller Kolleg*innen. In den letzten Monaten haben wir Hygienekonzepte für den Personenverkehr entwickelt, die das Reisen in Zügen in der Zukunft sicherer machen. Zusätzlich arbeiten unsere Expert*innen an Innovationen, die all die genannten Aspekte vereinen. 

Wir von Bombardier Transportation bieten Lösungen für die Zukunft an, die einen echten Mehrwert für Betreiber*innen, Fahrgäste und die Umwelt schaffen. Dabei gehen wir unter anderem Fragen nach, wie etwa: Mit welchen Technologien schafft man eine nachhaltige Mobilität, die schonend mit unseren Ressourcen umgeht und gleichzeitig leistungsstark ist? Welche Techniken stellen sicher, dass der Schienenverkehr den Anschluss an die digitale Zukunft nicht verpasst? Welche Maßnahmen unterstützen dabei, das Vertrauen der Fahrgäste während und nach COVID-19 wiederaufzubauen?  

 

Fünf gute Gründe für den Mobilitätswandel mit Bombardier Transportation

Wie sollten die Züge und Mobilitätskonzepte der Zukunft aussehen? Wir haben hier die wichtigsten Aspekte in fünf Punkten zusammengefasst.

 

#Anchor : Mobilitätswandel
Züge & Mobilitätskonzepte der Zukunft

1.Green Mobility: Klimaschutz Hand in Hand mit der Politik

Wir übernehmen Verantwortung für den Schutz unseres Planeten – heute und in Zukunft. Dafür arbeiten wir seit Jahren an smarten, energiesparenden Mobilitätslösungen, die die Züge der Zukunft umweltschonend über die Schienen führen. Und unsere Innovationen im Bereich Green Mobility sind vielfältig. Eine wichtige Rolle für die Reduktion von Emissionen spielen Batteriezüge. Denn in Deutschland sind rund 40 Prozent der Strecken nicht oder nur teilweise elektrifiziert, und auf diesen Abschnitten können batteriebetriebene Schienenfahrzeuge Dieselzüge ablösen.

Mit unserem TALENT 3-Batterietriebzug gehen wir einen großen Schritt in Richtung saubere, grüne und leise Mobilität: Der Batteriezug lädt seine Traktionsbatterien an der Oberleitung sowie durch Bremsenergie auf, er ist geräuscharm und recyclebar. Noch dazu sind Batteriezüge auf die Laufzeit eines Zuges gerechnet die kostengünstigste, emissions- und oberleitungsfreie Variante. Auch unsere modernen Assistenzsysteme schonen die Umwelt: Smarte Heizungen und Klimaanlagen sorgen für angenehme Temperaturen und ausgezeichnete Luftqualität, während sie gleichzeitig den Energieverbrauch niedrig halten.

Die EU strebt im Zuge des European Green Deal an, bis 2050 die Hälfte des gesamten Güterverkehrs über 300 Kilometer auf dem Gleis oder dem Seeweg abzuwickeln – dann soll auch der Großteil des Personenverkehrs über mittlere Distanzen auf der Schiene stattfinden. Mit unseren Investitionen in umweltverträgliche Technologien und Produkte leisten wir hier einen wichtigen Beitrag in Richtung Green Mobility.

Als Unterzeichner des „Zukunftspakt Schiene“ setzen wir auch politisch ein Zeichen und unterstützen zudem die Mission, die Bahn als Verkehrsmittel Nummer eins in Deutschland zu etablieren. Das Programm sieht vor, mehr Züge auf wichtigen Strecken einzusetzen, bessere Anschlüsse sowie mehr Anbindungen zu gewährleisten und die Fahrgastzahlen bis 2030 zu verdoppeln. Unsere digitale Signaltechnik und IP-basierten Stellwerksysteme können in diesem Zusammenhang für höhere Beförderungskapazitäten und pünktlichere Züge sorgen.

#Anchor : Green Mobility
Green Mobility: Der Talent 3 Batteriezug

2.Digitalisierung: Zug um Zug zum Wandel

Die digitale Transformation bringen wir bei uns ganzheitlich ins Rollen. Ob in Design und Entwicklung, in der Produktion, in der Instandhaltung oder im Fahrgast-Management: Mit dem Einsatz digitaler Technologien stellen wir die Weichen für einen leistungsstarken und zuverlässigen Zugbetrieb. Dazu gehören etwa 3D-Simulationen von Fertigungsabläufen, mit denen wir Prozesse optimieren. Mit datenbasierten, vorausschauenden Instandhaltungen („Predictive Maintenance“) und digitalen Signalanlagen können wir zudem dazu beitragen, Zugausfälle zu minimieren. Auch die Entwicklung autonomer Züge und Straßenbahnen hat bei uns einen hohen Stellenwert: So entwickeln wir aktuell ein KI-basiertes System, das nicht nur die Fahrtgeschwindigkeit regelt, sondern auch Hindernisse auf Tram-Schienen frühzeitig erkennt und automatisch bremst.

Für Fahrgäste wird es Mobile Apps geben. Doch nicht nur Fahrgäste können sich auf die Züge der Zukunft freuen. Auch der Schienengüterverkehr profitiert, insbesondere von höheren Kapazitäten.

#Anchor : Digitalisierung
Digitalisierung: Vernetzte Mobilität für die Züge der Zukunft

3.Sicher Reisen: Social Distancing ist uns nicht genug

Für die Fahrgäste arbeiten wir aktuell an Lösungen, die ihnen während der Fahrt erhöhten Schutz vor Infektionen bieten. In den Zügen der Zukunft könnten Kunststoffblenden seitlich und hinter den Sitzen angebracht werden und so vor Aerosolen schützen. Es könnte zudem weniger Tischgruppen in den Wagen geben.

Wir arbeiten an Konzepten, die den Fahrgästen anzeigen, an welchen Türen sie ein- und an welchen sie aussteigen können – durch die Vorgabe der Gehrichtung können sie das Social Distancing besser einhalten.

Um Überfüllung zu vermeiden, setzen wir auf Echt-Zeit-Datenverarbeitung. Fahrgäste können so zu weniger besetzten Wagen geleitet werden. Betreiber können ihre Fahrzeugflotten gemäß der Auslastung einsetzen. Zusätzlich investieren wir in Signaltechnik, um die Anzahl / die Taktfrequenz der Züge zu bestimmten Uhrzeiten zu erhöhen.

In den Zügen der Zukunft sind kontaktlose Türen das „neue Normal“. Türknöpfe können gegen Bewegungssensoren ausgetauscht werden. Ganz lässt sich der Kontakt zu Oberflächen natürlich nicht vermeiden, wie etwa beim Verzehr von erworbenen Speisen und Getränken. Um den Fahrgästen auch hier erhöhte Sicherheit zu bieten, können in den Zügen Handdesinfektionsmittel-Spender installiert und Handläufe mit antibakteriellen Oberflächen versehen werden.

Für das sichere Reisen ist außerdem eine spezielle Beschichtung für die Oberflächen in Planung, die die Ausbreitung von Viren verhindert. Um Viren aus der Luft in Zügen zu filtern, testen wir derzeit neue antivirale und antibakterielle Filter für Klimasysteme. Bei vielen existierenden Zügen können wir die derzeitigen einfachen Filter mit unseren neuartigen, smarten Filtern ersetzen. Da diese die Viren nicht nur „auffangen“, sondern auch abtöten, können wir so bereits heute Betreiber*innen unterstützen, das Vertrauen ihrer Fahrgäste und Mitarbeiter*innen zurückzugewinnen. 

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Social Distancing: Innenraumkonzepte für Züge der Zukunft

Grafik: Innenraum Konzept mit Kunststoffblenden zum Schutz vor Aerosolen

Social Distancing: kontaktlose Türen für Züge der Zukunft

Grafik: Innenraum Konzept mit Bewegungssensoren für kontaktlose Türen zum Schutz vor Viren

4.Design:       Von Komfort über Energieeffizienz bis hin zu Schnelligkeit

Design muss nicht nur optisch begeistern, sondern auch einen Zweck erfüllen. Um den Fahrgästen noch komfortablere und sicherere Reisen zu ermöglichen, verzahnen wir smartes Produktdesign mit zukunftsweisenden Technologien – wofür wir seit Jahren immer wieder ausgezeichnet werden.

Was bei all unseren Design-Entwicklungen eine wichtige Rolle spielt: Neben hochwertigen Materialien, stilvollen Formen und einem hohen Marken-Wiedererkennungswert, sind es vor allem die Steigerung der Energieeffizienz, mehr Nachhaltigkeit, eine längere Lebensdauer sowie erhöhte Sicherheit, die wir im Fokus haben.

Wir arbeiten dafür Hand in Hand mit der Automobil- und Flugzeugbranche sowie mit unseren Kund*innen: Die aerodynamische Front unseres ZEFIRO-Hochgeschwindigkeitszuges etwa entwickelten wir gemeinsam mit Bombardier Aerospace.

Durch die dynamische Formgebung können selbst bei 380 km/h 15 Prozent Energie eingespart werden. Green Mobility ist bei uns eben auch im Design ein Credo – und für die Züge der Zukunft arbeiten wir an vielen weiteren Designs.

#Anchor : Design
Energieeffiziente Züge: der Zefiro Hochgeschwindigkeitszug

5.Made in Germany: Wir bewegen und investieren in Deutschland

Global Player, mit lokalen Wurzeln: Wir sind ein kanadisches Unternehmen, das weltweit operiert. Allein in Deutschland sorgen 7.500 Mitarbeiter*innen an sieben Standorten dafür, die Mobilitätsbranche digitaler, nachhaltiger und innovativer zu gestalten.

Deutschland ist unser Hauptstandort für die Produktion von Hightech-Zügen und -Trams für ganz Europa. So haben wir jeweils rund 300 Millionen Euro pro Jahr in die Werke und Produktentwicklung investiert – darunter innovative 3D-Drucktechnologien in Hennigsdorf.

Mit unserem Programm „Transformation 2020+“ zielen wir darauf ab, unsere Effizienz zu erhöhen, um flexibler auf neue Anforderungen reagieren zu können, Fachkräfte zu gewinnen und unsere Produktkosten niedrig zu halten. Wir investieren weiterhin stark in die Züge der Zukunft, um unsere bisherige Innovationskraft zu erhöhen und Arbeitsplätze sichern zu können.

#Anchor : Standort Deutschland
Transformation 2020+: Bombardier als sicherer Arbeitgeber & innovativer Produktionsstandort